Mitmach-Ausstellung

Unsere Mitmach-Ausstellung geht in die nächste Runde!

Nach unserem stimmungsvollen Auftakt sind viele Bürger/innen auf Ideensuche gegangen – nun ist es Zeit, die ersten Ergebnisse zu präsentieren!

Zur Vernissage am 15. Mai 2026 von 19:00 bis ca. 21:00 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Die Veranstaltung beginnt in der Alten Kirche St. Michael und wird anschließend im Stadtmuseum Schopfheim fortgesetzt.

Programm

19:00 Uhr – Alte Kirche St. Michael

Musikalischer Auftakt (Kleine Abteilung der Stadtmusik Schopfheim)
Begrüßung: Helmut Ressel (FöSS)
Grußwort: Bürgermeister Dirk Harscher
Präsentation Ausstellungsidee: Birgit Althof (FöSS)
Das Projektbüro „Schätze der Dörfer“ stellt sich vor

ab ca. 19:30 Uhr – Stadtmuseum Schopfheim

Einführung: Dominik Baiker (Museum) und Birgit Althof (FöSS)
Anschließend Austausch bei Fingerfood und Getränken


Wichtig: Einsendungen sind auch nach der Vernissage noch möglich.


Haben Sie unsere Auftaktveranstaltung mit Uli Führe und der Schauspielerin Lena Drieschner verpasst?

Hier finden Sie einen Audio-Mitschnitt – reinhören lohnt sich!

Worum geht es bei der Mitmachausstellung?

Bürgerinnen und Bürger aus Schopfheim sowie den Nachbargemeinden sind eingeladen, ihre Vorstellungen von „Heimat“ kreativ auszudrücken – mit Fotos, Bildern, Gedichten oder Objekten. Die Beiträge werden vom 15. Mai bis 2. August 2026 im Stadtmuseum gezeigt. Einsendungen sind bis Anfang Juli möglich. Durch den Austausch der Bilder und Objekte bleibt die Ausstellung im Wandel.  
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Stadtmuseum Schopfheim, Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS) und dem Förderprogramm „Schätze der Dörfer“. Sie wird im Rahmen des bundesweiten Programms Aller.Land zur Demokratieförderung unterstützt.

Die „Spielregeln“:

Zeitrahmen: Nach dem Startschuss am 27.3. bleiben mindestens fünf Wochen Zeit für die Motivsuche.
Bis 7. Mai sollten die Beiträge im Museum sein. Nachreichungen sind bis Mitte Juli möglich. Bei vielen Einsendungen werden die Werke immer wieder ausgetauscht – die Ausstellung bleibt im Wandel.

Wie im Fußball gelten die Regeln des Fairplay: Respekt und Fairness stehen an erster Stelle.
Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Beiträge. Voraussetzung ist, dass sich alle ernsthaft mit ihren Ideen auseinandersetzen.

Keine Klischees: Ziel der Ausstellung ist eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff.
Wir reproduzieren keine Heimatklischees, noch machen wir uns darüber lustig.

Feiern Sie mit uns den Start dieses einzigartigen Gemeinschaftsprojekts im Wiesental!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung per Mail:
mail@foess.info

Mit freundlichen Grüßen

Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS), Theater in den Bergen, Stadtmuseum Schopfheim

„Meine Heimat, mein Ort“ – Hebels Schopfheim 200 Jahre später“:
eine Mitmach-Ausstellung des Fördervereins Stadtmuseum Schopfheim (FöSS)

Rahmendaten:
27.3.2026: Stadtmuseum Schopfheim: „Startschuss“ mit Rahmenprogramm
Bürger*innen werden ins Museum eingeladen, um sich über die Grundidee der Ausstellung zu informieren und sich Inspiration für ihre kreative Umsetzung des Begriffs „Heimat“ zu holen (Performance, Impulsreferat, musikalischer Vortrag)
15.5.2026: Vernissage und Ausstellungsbeginn
2.8.2026: Finissage und Überleitung zur Hebel-Ausstellung des Stadtmuseums

Grundidee:
In der Mitmach-Ausstellung setzen sich Bürgerinnen und Bürger Schopfheims und der Nachbargemeinden (Maulburg, Steinen, Kleines Wiesental, Hausen) mit dem vielschichtigen Begriff „Heimat“ auseinander. Das Thema ist locker angelehnt an den Heimatbegriff Johann Peter Hebels (Kontext: Hebel-Jahr 2026 zum 200. Todestag des Dichters).
Gemeinsam stellen wir uns die Frage „Was bedeutet Heimat für mich?“ Ist es der engere Umkreis, die Nachbarschaft, die Stadt, die umgebende Natur? Sind es soziale Beziehungen – Familie, Freunde, Vereine, Kirchengemeinden? Suche ich Heimat im kulturellen Bereich? In der individuellen oder kollektiven Erinnerung? In der aktiven Gestaltung von Gegenwart und Zukunft – in gemeinsamen Projekten? Begegne ich Heimat eher kontemplativ oder eher praktisch? Wir leben im ländlichen Raum – welche Rolle spielt die Landwirtschaft für meinen Heimatbegriff? Ein besonders prägendes Element von Heimat ist die Sprache: Das Alemannische als Element der Tradition, als Mittel der Identifikation und der gegenseitigen Bindung. Was bedeutet Dialekt für mich?
Durch die unterschiedlichen Beiträge entsteht idealerweise ein vielfältiges und spannendes Kaleidoskop unserer Heimat im Wiesental.

„Heimat“ entstauben, Klischees entsorgen

Zentral für die Idee der Ausstellung ist die Erkenntnis, dass sich unsere gesellschaftliche Realität rasant verändert, während das Image von Heimat in vieler Hinsicht negativ besetzt ist, aufgrund uralter Klischees. Völkisch geprägte Heimatklischees haben ihre Wurzeln schon im späten 19./ Anfang 20. Jahrhundert, als – in Reaktion auf die Verstädterung oder im Zuge des erstarkenden Nationalismus – verkitschte, glorifizierende Heimatbilder geschaffen wurden. Ein Übriges leisteten der Nationalsozialismus und später die Heimat-Sehnsucht der 50er-Jahre.
Heimat hat nichts mit diesen Klischees zu tun. Sie wird nicht exklusiv definiert: ihr kultureller Erfahrungsraum wird von allen geteilt, unsere Kultur, Erinnerung, Tradition sowie Dialekt fungieren als gemeinsame Klammer zwischen verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen. Auf diese Weise soll unser Heimatbegriff integrierend und einigend wirken in einer Zeit der allgemeinen Diversifizierung. Negativen Phänomenen wie gesellschaftlicher Spaltung, Einsamkeit, Abschottung und gegenseitigem Nicht-Verstehen soll langfristig entgegengewirkt werden. Die Ausstellung kann hier wertvolle Impulse geben.

© Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS), 2026