Mitmachausstellung „Meine Heimat – mein Ort.
Hebels Schopfheim 200 Jahre später“.
Zeit: 27. März 2027, 18.30 Uhr (Einlass), Ende: ca. 21 Uhr
Ort: Stadtmuseum Schopfheim, Wallstr. 10, 79650 Schopfheim
19:00 Uhr Performance: “HEIMATGefühl“ (Lena Drieschner, Theater- und Filmschauspielerin)
19.20 Uhr Begrüßung und Einführung: „Heimat: Neue Perspektiven“, Birgit Althof, Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS)
19.40 Uhr Vortrag mit Musik: „Was ist Heimat?“ (Uli Führe)
Anschließend bleibt Zeit für Gespräche bei Getränken, Fingerfood und Musik.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung per Mail:
mail@foess.info
Worum geht es?
Bürgerinnen und Bürger Schopfheims und seiner Nachbargemeinden (Hausen, Kleines Wiesental, Maulburg, Steinen) sind eingeladen, ihre Gedanken zum Thema „Heimat“ kreativ auszudrücken: Mit Fotos, Bildern, Gedichten oder Objekten. Diese werden vom 15.5. (Vernissage) bis zum 2.8. im Stadtmuseum Schopfheim zu sehen sein. Die Ausstellung ist kein Wettbewerb, sondern ein gemeinsames Spiel mit Bildern und Ideen.
Die „Spielregeln“:
Zeitrahmen: Nach dem Startschuss am 27.3. bleiben mindestens fünf Wochen Zeit für die Motivsuche.
Bis 7. Mai sollten die Beiträge im Museum sein. Nachreichungen sind bis Mitte Juli möglich. Bei vielen Einsendungen werden die Werke immer wieder ausgetauscht – die Ausstellung bleibt im Wandel.
Wie im Fußball gelten die Regeln des Fairplay: Respekt und Fairness stehen an erster Stelle.
Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Beiträge. Voraussetzung ist, dass sich alle ernsthaft mit ihren Ideen auseinandersetzen.
Keine Klischees: Ziel der Ausstellung ist eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff.
Wir reproduzieren keine Heimatklischees, noch machen wir uns darüber lustig.
Feiern Sie mit uns den Start dieses einzigartigen Gemeinschaftsprojekts im Wiesental!
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung per Mail:
mail@foess.info
Mit freundlichen Grüßen
Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS), Theater in den Bergen, Stadtmuseum Schopfheim

„Meine Heimat, mein Ort“ – Hebels Schopfheim 200 Jahre später“:
eine Mitmach-Ausstellung des Fördervereins Stadtmuseum Schopfheim (FöSS)
Rahmendaten:
27.3.2026: Stadtmuseum Schopfheim: „Startschuss“ mit Rahmenprogramm
Bürger*innen werden ins Museum eingeladen, um sich über die Grundidee der Ausstellung zu informieren und sich Inspiration für ihre kreative Umsetzung des Begriffs „Heimat“ zu holen (Performance, Impulsreferat, musikalischer Vortrag)
15.5.2026: Vernissage und Ausstellungsbeginn
2.8.2026: Finissage und Überleitung zur Hebel-Ausstellung des Stadtmuseums
Grundidee:
In der Mitmach-Ausstellung setzen sich Bürgerinnen und Bürger Schopfheims und der Nachbargemeinden (Maulburg, Steinen, Kleines Wiesental, Hausen) mit dem vielschichtigen Begriff „Heimat“ auseinander. Das Thema ist locker angelehnt an den Heimatbegriff Johann Peter Hebels (Kontext: Hebel-Jahr 2026 zum 200. Todestag des Dichters).
Gemeinsam stellen wir uns die Frage „Was bedeutet Heimat für mich?“ Ist es der engere Umkreis, die Nachbarschaft, die Stadt, die umgebende Natur? Sind es soziale Beziehungen – Familie, Freunde, Vereine, Kirchengemeinden? Suche ich Heimat im kulturellen Bereich? In der individuellen oder kollektiven Erinnerung? In der aktiven Gestaltung von Gegenwart und Zukunft – in gemeinsamen Projekten? Begegne ich Heimat eher kontemplativ oder eher praktisch? Wir leben im ländlichen Raum – welche Rolle spielt die Landwirtschaft für meinen Heimatbegriff? Ein besonders prägendes Element von Heimat ist die Sprache: Das Alemannische als Element der Tradition, als Mittel der Identifikation und der gegenseitigen Bindung. Was bedeutet Dialekt für mich?
Durch die unterschiedlichen Beiträge entsteht idealerweise ein vielfältiges und spannendes Kaleidoskop unserer Heimat im Wiesental.
„Heimat“ entstauben, Klischees entsorgen
Zentral für die Idee der Ausstellung ist die Erkenntnis, dass sich unsere gesellschaftliche Realität rasant verändert, während das Image von Heimat in vieler Hinsicht negativ besetzt ist, aufgrund uralter Klischees. Völkisch geprägte Heimatklischees haben ihre Wurzeln schon im späten 19./ Anfang 20. Jahrhundert, als – in Reaktion auf die Verstädterung oder im Zuge des erstarkenden Nationalismus – verkitschte, glorifizierende Heimatbilder geschaffen wurden. Ein Übriges leisteten der Nationalsozialismus und später die Heimat-Sehnsucht der 50er-Jahre.
Heimat hat nichts mit diesen Klischees zu tun. Sie wird nicht exklusiv definiert: ihr kultureller Erfahrungsraum wird von allen geteilt, unsere Kultur, Erinnerung, Tradition sowie Dialekt fungieren als gemeinsame Klammer zwischen verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen. Auf diese Weise soll unser Heimatbegriff integrierend und einigend wirken in einer Zeit der allgemeinen Diversifizierung. Negativen Phänomenen wie gesellschaftlicher Spaltung, Einsamkeit, Abschottung und gegenseitigem Nicht-Verstehen soll langfristig entgegengewirkt werden. Die Ausstellung kann hier wertvolle Impulse geben.
© Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS), 2026