Mitmach-Ausstellung

Heimat erfahren – in Wörtern, Klängen, Bildern und Objekten

Unsere Mitmachausstellung „Meine Heimat – mein Ort. Hebels Schopfheim 200 Jahre später“ ist nun eröffnet. Herzlich willkommen im Stadtmuseum Schopfheim!

Im Ausstellungsraum erwartet Sie ein buntes Kaleidoskop: Ideenreiche, manchmal künstlerische, manchmal historische und immer persönliche Annäherungen an unsere gemeinsame Heimat im Wiesental.

Bringen Sie sich mit ein: entweder mit einem Ausstellungsbeitrag oder mit Ihrer persönlichen Meinung. Finden Sie Heimat in der Familie, im Freundeskreis, in der Natur oder in anderen Bereichen?

Besuchen Sie unsere Ausstellung und stimmen Sie mit ab!

Weitere Beiträge gibt es auf unserer Homepage. Viel Spaß beim Stöbern!

Bitte beachten: Einsendung sind auch noch nach der Vernissage möglich.

Vernissage

Über 80 Gäste, darunter die Bürgermeister von Steinen und der Gemeinde Kleines Wiesental, besuchten unsere Vernissage am 15. Mai 2026. Die Auftaktveranstaltung in der Alten Kirche St. Michael mit einem Grußwort von Bürgermeister Dirk Harscher wurde mitgestaltet von der Stadtmusik Schopfheim. Das Projektbüro des Programms „Schätze der Dörfer“, in dessen Rahmen unsere Ausstellung gefördert wird, stellte sich vor.

Audios

Haben Sie unsere Auftaktveranstaltung mit Uli Führe und der Schauspielerin Lena Drieschner verpasst?

Hier finden Sie einen Audio-Mitschnitt – reinhören lohnt sich!


Das sagen die Bürgermeister von

Schopfheim
Hausen
Maulburg
Steinen
Gemeinde Kleines Wiesental

zum Thema “Heimat


“Was bedeutet Heimat für Sie?” Sieben Antworten, sieben unterschiedliche Perspektiven.

Chorstück “Der Sommerabend” des Gesangsvereins Fahrnau

Downloads

Beitrag von Hannes Schneider, Stadtseniorenrat von Schopfheim
Was verstehe ich unter Heimat

Text zum Chorstück des Gesangsvereins Fahrnau “Der Sommerabend”

Presse

Badische Zeitung / 18.05.2026

Markgräfler Tagblatt / 19.05.2026

Worum geht es bei der Mitmachausstellung?

Bürgerinnen und Bürger aus Schopfheim sowie den Nachbargemeinden sind eingeladen, ihre Vorstellungen von „Heimat“ kreativ auszudrücken – mit Fotos, Bildern, Gedichten oder Objekten. Die Beiträge werden vom 15. Mai bis 2. August 2026 im Stadtmuseum gezeigt. Einsendungen sind bis Anfang Juli möglich. Durch den Austausch der Bilder und Objekte bleibt die Ausstellung im Wandel.  
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Stadtmuseum Schopfheim, Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS) und dem Förderprogramm „Schätze der Dörfer“. Sie wird im Rahmen des bundesweiten Programms Aller.Land zur Demokratieförderung unterstützt.

Die „Spielregeln“:

Wie im Fußball gelten die Regeln des Fairplay: Respekt und Fairness stehen an erster Stelle.
Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Beiträge. Voraussetzung ist, dass sich alle ernsthaft mit ihren Ideen auseinandersetzen.

Wir reproduzieren keine Heimatklischees, noch machen wir uns darüber lustig.

Unsere Mitmachausstellung bleibt im Wandel: Auch nach der Vernissage können noch Beiträge eingereicht werden.
Bei vielen Einsendungen werden die Werke immer wieder ausgetauscht.

Machen Sie mit bei diesem einzigartigen Gemeinschaftsprojekt im Wiesental!

Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS) / Projektbüro “Schätze der Dörfer” / Stadtmuseum Schopfheim

„Meine Heimat, mein Ort“ – Hebels Schopfheim 200 Jahre später“:
eine Mitmach-Ausstellung des Fördervereins Stadtmuseum Schopfheim (FöSS)

Rahmendaten:
27.3.2026: Stadtmuseum Schopfheim: „Startschuss“ mit Rahmenprogramm
Bürger*innen werden ins Museum eingeladen, um sich über die Grundidee der Ausstellung zu informieren und sich Inspiration für ihre kreative Umsetzung des Begriffs „Heimat“ zu holen (Performance, Impulsreferat, musikalischer Vortrag)
15.5.2026: Vernissage und Ausstellungsbeginn
2.8.2026: Finissage und Überleitung zur Hebel-Ausstellung des Stadtmuseums

Grundidee:
In der Mitmach-Ausstellung setzen sich Bürgerinnen und Bürger Schopfheims und der Nachbargemeinden (Maulburg, Steinen, Kleines Wiesental, Hausen) mit dem vielschichtigen Begriff „Heimat“ auseinander. Das Thema ist locker angelehnt an den Heimatbegriff Johann Peter Hebels (Kontext: Hebel-Jahr 2026 zum 200. Todestag des Dichters).
Gemeinsam stellen wir uns die Frage „Was bedeutet Heimat für mich?“ Ist es der engere Umkreis, die Nachbarschaft, die Stadt, die umgebende Natur? Sind es soziale Beziehungen – Familie, Freunde, Vereine, Kirchengemeinden? Suche ich Heimat im kulturellen Bereich? In der individuellen oder kollektiven Erinnerung? In der aktiven Gestaltung von Gegenwart und Zukunft – in gemeinsamen Projekten? Begegne ich Heimat eher kontemplativ oder eher praktisch? Wir leben im ländlichen Raum – welche Rolle spielt die Landwirtschaft für meinen Heimatbegriff? Ein besonders prägendes Element von Heimat ist die Sprache: Das Alemannische als Element der Tradition, als Mittel der Identifikation und der gegenseitigen Bindung. Was bedeutet Dialekt für mich?
Durch die unterschiedlichen Beiträge entsteht idealerweise ein vielfältiges und spannendes Kaleidoskop unserer Heimat im Wiesental.

„Heimat“ entstauben, Klischees entsorgen

Zentral für die Idee der Ausstellung ist die Erkenntnis, dass sich unsere gesellschaftliche Realität rasant verändert, während das Image von Heimat in vieler Hinsicht negativ besetzt ist, aufgrund uralter Klischees. Völkisch geprägte Heimatklischees haben ihre Wurzeln schon im späten 19./ Anfang 20. Jahrhundert, als – in Reaktion auf die Verstädterung oder im Zuge des erstarkenden Nationalismus – verkitschte, glorifizierende Heimatbilder geschaffen wurden. Ein Übriges leisteten der Nationalsozialismus und später die Heimat-Sehnsucht der 50er-Jahre.
Heimat hat nichts mit diesen Klischees zu tun. Sie wird nicht exklusiv definiert: ihr kultureller Erfahrungsraum wird von allen geteilt, unsere Kultur, Erinnerung, Tradition sowie Dialekt fungieren als gemeinsame Klammer zwischen verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen. Auf diese Weise soll unser Heimatbegriff integrierend und einigend wirken in einer Zeit der allgemeinen Diversifizierung. Negativen Phänomenen wie gesellschaftlicher Spaltung, Einsamkeit, Abschottung und gegenseitigem Nicht-Verstehen soll langfristig entgegengewirkt werden. Die Ausstellung kann hier wertvolle Impulse geben.

© Förderverein Stadtmuseum Schopfheim (FöSS), 2026

Galerie